Rosales > Rosaceae > Filipendula ulmaria ssp. ulmaria

Echtes Mädesüß

(Filipendula ulmaria ssp. ulmaria)

VI — VIII Home Uferzonen, Feuchtwiesen
80 — 150 cm indigen LC
Synonyme: Spiraea ulmaria, Spierstaude. Hemikryptophyt, coll-sa. Die Blüten haben 4 — 6 gelblich-weiße Kronblätter. Die unterbrochen-gefiederten Laubblätter haben Nebenblätter. Die Grundblätter haben 2-6 Paar große Fiedern, der Stängel färbt sich mit der Zeit rot. In der Blüte sieht man bereits, dass die 6 Fruchtknoten etwas schraubig angeordnet sind, was dann bei den Früchtchen augenfällig wird (Lit). Die Blütenstände wurden zur Aromatisierung von Getränken, vor allem Met verwendet ("Metsüß"). Heilpflanze: Die Pflanze enthält Spireasäure (=Salicylsäure). Der Name Aspirin (Medikament) leitet sich von Acetyl-Spireasäure ab (Lit). Eine Verwendung bei Erkältungskrankheiten und gegen Fieber liegt nahe. Die häufige Art (Unterart) kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
 
 
05.07.2020 Pucking
 
Filipendula ulmaria
 
 
Filipendula ulmaria
 
 
Filipendula ulmaria
24.06.2017 Traunau bei Traun  
 
Filipendula ulmaria
 
 
Filipendula ulmaria
18.06.2017 Hirschröhren, am Weg zum Plöckensteiner See

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1476. S. Ulmaria L. (Sumpf-S. — Krampfkraut. — Johanniswedel.)
Wurzelstock walzlich, knotig, schief oder abgebissen, reichfaserig. Fasern fädlich. Stengel 2 - 4' hoch, aufrecht, röhrig, kahl, einfach oder oberwärts kurzästig. Blätter unterbrochen fiederschnittig. Abschnitte eiförmig oder eilänglich, ungleich doppeltgesägt, zugespitzt, kahl und gleichfärbig grün oder 2färbig, unterseits grau- oder weissfilzig, zuweilen gleichfärbige mit 2färbigen gemengt, die seitlichen Abschnittpaare ungetheilt, der Endabschnitt grösser, handförmig-3—5spaltig, untere Blätter langgestielt, gross, die übrigen an Grösse abnehmend, kürzergestielt. Nebenblätter halbherzförmig, eingeschnittengesägt, den Stengel halbumfassend. Blüthen zwitterig, in einer endständigen, rispig zusammengesetzten Trugdolde. Kronen gelblich weiss, Kapseln aufrecht, kahl, schraubenartig-gewunden mit kurzem, gekrümmtem Griffel.
Juli — Oct.


Aendert ab:

  • α discolor Neilr. (S. Ulmaria fl. dan.) Blätter nur oberseits kahl, dunkelgrün, unterseits grau bis weissfilzig.
  • β concolor Neilr. (S. Ulmaria Sturm.) Blätter beiderseits kahl, gleichfarbiggrün.

In Auen unter Weidengebüsch, an Ufern, Gräben, in feuchten Hecken, auf nassen Wiesen, an Waldsümpfen, vorzüglich über Alluvien, Gneiss, Granit, Keuper, Sandstein, Kalk, niedriger und gebirgiger Gegenden.
α Sehr gemein, bis 4000' aufsteigend.
β Seltener, in Donauauen, an Fluss- und Bachufern, um Linz, zunächst am Hainzel-, Diessen-, Hasel-, Niederreitherbache, auf nassen Wiesen in Urfahr, in Banklmayr- und Pleschingerauen u. s. mehr im niedrigen Theile des Gebietes, z. B in der Hanselbäckau bei Schlierbach u. s. w."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 231), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 10.06.2026

zum Seitenanfang